Sozialtherapie bei Pape2
Das detaillierte sozialtherapeutische Betreuungskonzept von „Pape2“ kann in unserer „Leistungsvereinbarung“ eingesehen werden, die über den unten angegebenen Link zu finden ist. Der grundsätzlich wichtigste Punkt für einen erfolgreichen Aufenthalt bei uns ist die Einsicht der Bewohner in die Notwendigkeit, selbst und aktiv an ihrer eigenen Situation etwas ändern zu wollen und die Motivation, diese Einsicht auch in die Tat umzusetzen. Auf dieser Grundlage können die bei uns gebotenen Hilfen sehr wirkungsvoll und unterstützend sein. Erfahrungsgemäß reicht es aber nicht aus, mit der eigenen Situation nur unzufrieden zu sein (bzw. an ihr zu leiden) und deren Änderung dann durch äußere Hilfen zu erwarten. Deshalb ist die Prüfung von Einsicht und Motivation auch der zentrale Aspekt unseres Bewerbungsverfahrens. Selbstverständlich sind auch die individuelle Lebensgeschichte und die daraus resultierenden Probleme (aber auch die vorhandenen Talente und Ressourcen) von Interesse, entscheidend jedoch sind die Bereitschaft zur Selbsterkenntnis (die ja bekanntlich der erste Schritt zur Besserung ist) sowie die Fähigkeit, Eigeninitiative zu entwickeln.
Leistungsvereinbarung Jugendhilfe (PDF)
Leistungsvereinbarung Eingliederungshilfe (PDF))
Flyer (PDF))
Weitere Angebote zur persönlichen und beruflichen Entwicklung
Für alle Bewohner, die (noch) nicht in der Lage sind, einer regelmäßigen Tätigkeit außerhalb der Einrichtung (Schule, Ausbildung, Arbeit) nachzugehen, bieten wir interne Beschäftigungsprogramme (Werkstatt und Cafe sowie sportliche, kulturelle und bildungsfördernde Aktivitäten) an. . Da die bei uns betreuten jungen Menschen in der Regel Mühe haben, sich den Anforderungen und Normen des Schul- bzw. Berufsalltags anzupassen, geht es vor allem auch darum, sie mit diesen zu konfrontieren, d.h. Pünktlichkeit, regelmäßiges Erscheinen, rechtzeitige Abmeldung im Krankheitsfall, Durchhalten einer Arbeit über einen längeren Zeitraum usw. zu erlernen. Daneben sind diese Angebote ein Experimentierfeld, in dem jeder Bewohner die eigenen Neigungen und Fähigkeiten erforschen und üben kann. Im Rahmen unserer Werkstatt werden einfache handwerkliche Tätigkeiten angeboten wie z.B. das Projekt „Rosenstuhl“ (bei dem alte, ausrangierte Stühle individuell und kreativ wieder aufgearbeitet werden). Ein zusätzliches und erweitertes Angebot ist ist die Möglichkeit, in einem regulären Café im Schanzenviertel („Cafélarigo“) im Sinne einer Arbeitserprobung mitarbeiten zu können. Gerade diese Möglichkeit bietet durch ihre realitätsnahe Ausrichtung eine besonders produktive Perspektive und Herausforderung, die für Bewohner, die sich die entsprechenden Sicherheiten schon erarbeitet haben, sehr entwicklungsfördernd ist. Im Zusammenhang mit der Außenorientierung haben wir eine Koordinationsstelle eingerichtet, die dabei behilflich ist, angemessene externe Betätigungsfelder (Arbeit, Ausbildung, Berufsvorbereitung, Praktika, Schule, Kurse) zu finden. Das Ziel aller dieser Maßnahmen ist eine möglichst dauerhafte, befriedigende und einträgliche Beschäftigungsperspektive.
